Arbeit macht frei! Die ideologischen Grundlagen des deutschen Arbeitswahns und seine historische Genese

Vortrag und Diskussion mit Dr. Klaus Thörner
 
Mittwoch, 16. Dezember 2015, 19 Uhr Melanchthonianum, Universitätsplatz Halle
 
Nicht der Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkrieges, der 8. Mai, ist gesetzlicher Feiertag in Deutschland, sondern, seit seiner Einführung durch Adolf Hitler, der Tag der Arbeit am 1. Mai. Auch für die deutsche Linke hat dieser Tag als “Kampftag der Arbeiter” bis heute eine größere Bedeutung als der 8. Mai. Dabei negiert sie den verhängnisvollen Zusammenhang des deutschen Arbeitsverständnisses mit dem Antisemitismus, der sich für die Opfer der Shoah in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern bereits an den Eingangstoren in der Parole “Arbeit macht frei” manifestierte.
 
Klaus Thörner wird in seinem Vortrag den von Martin Luther geprägten deutschen Arbeitsbegriff und die in den Arbeitshäusern seit Mitte des 16. Jahrhunderts gewaltsam durchgesetzte deutsche Arbeitsmoral, deren Kehrseite immer der Antisemitismus war und ist, darstellen und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart nachgehen.
 
Dr. Klaus Thörner ist unter anderem Co-Autor des Buches: Goldhagen und die deutsche Linke. Oder die Gegenwart des Holocaust, Berlin 1997. Er publiziert regelmäßig in der jungle world und der sans phrase.
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Interaktionsform und Sprachzerstörung. Die materialistische Sozialisationstheorie Alfred Lorenzers – Kritische Theorie des Subjekts

Vortrag und Diskussion mit Michael Schüßler

Mi., 14.01. 2015, 19:00 Uhr, in den Räumen von Radio Corax, Unterberg 11, Halle

Trotz ihrer Wendungen zwischen Kulturismus und Biologismus ist die Psychoanalyse stets ein Feld, in dem sich der Antagonismus zwischen Natur und Gesellschaft am Menschen auftut. Im Gegensatz zu den Positionen der revisionistischen oder biologistischen Seite, aber auch gegenüber dem ‚Lacanschen Mainstream‘ hat Alfred Lorenzer versucht, für den Gegenstand der Psychoanalyse die Dialektik von Natur und Gesellschaft darzulegen und damit zugleich die methodologischen Grundlagen der psychoanalytischen Praxis als auch ihr Verhältnis zur kritischen Gesellschaftstheorie schärfer zu bestimmen.

Seine psychoanalytische Theorie stellt sich dem Widerspruchsverhältnis einer nicht in Gänze in gesellschaftlicher Praxis aufgehenden menschlichen Natur, ohne das diese einer Essentialisierung gleichkäme. Hierfür sind bei Lorenzer zwei zusammenhängende Stränge von Bedeutung. In seiner materialistischen Sozialisationstheorie zeigt er, wie in Reiz-Reaktions-Komplexen zwischen Fötus und Mutter bereits intrauterin, später in vorsprachlichen leiblich-körperlichen Interaktionsformen zwischen Neugeborenen und primären Beziehungsobjekten und vor allem in der Spracherwerbung Naturanlagen und gesellschaftliche Praxis beständig vermittelt werden. Zugleich zeichnet Lorenzer in diesem Zusammenhang von prässymbolischen Interaktionsformen und der späteren Spracherwerbung die Bruchlinien zwischen Kind und gesellschaftlichen Anforderungen als stets konflikthafte, beschädigende Subjektwerdung unter den Bedingungen gesellschaftlicher Herrschaft nach. Die Psychoanalyse Alfred Lorenzers weitet sich so zu einer Kritischen Theorie des Subjekts.

Im Vortrag möchte ich mit besonderem Fokus auf das Verhältnis von Natur und Gesellschaft am Menschen diese Kritische Theorie des Subjekts von Lorenzer darlegen und die Stärke des Ansatzes auch vor dem Hintergrund des poststrukturalistischen Mainstreams diskutieren. Hierzu werde ich den Fokus auf Lorenzers Ansatz einer materialistischen Sozialisationstheorie legen.

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Ohnmacht und imaginäre Inszenierung Zu einigen gegenwärtigen Erscheinungen des Verhältnisses von Natur, Individuum und Gesellschaft

Vortrag und Diskussion mit Julian Kuppe

Di., 09.12 2014, 19:00 Uhr, in den Räumen von Radio Corax, Unterberg 11, Halle

In gegenwärtigen Gesellschaften ist eine Gleichzeitigkeit von Dynamik und Erstarrung vorzufinden. Der dieser Erscheinung zugrunde liegende Zusammenhang muss im Verhältnis von Natur, Individuum und Gesellschaft in ihrer kapitalismusspezifischen Form gesucht werden. Wie Marx und die kritische Theorie aufweisen, ist Geschichte bis heute Vorgeschichte, in der sich Naturzwang blind durchsetzt. Fortschritt und gesellschaftliche Dynamik erweisen sich damit als Ausdruck unbegriffenen Naturzwangs, als Naturgeschichte. Diese Dynamik der ihrer selbst unbewussten Gesellschaft bringt ganz offenbar erhebliche soziale und ökologische Widersprüche hervor, die innerhalb des Rahmens der bestehenden Verhältnisse nicht aufzulösen sind. Was aber ist die gesellschaftliche Antwort auf diese Konstellation? Ein Schwerpunkt gesellschaftlichen Praxis scheint vor allem darin zu bestehen, die scheinbare Ohnmacht gegenüber den als Naturmacht erscheinenden gesellschaftlichen Verhältnissen imaginär zu bewältigen. Gesellschaftliche Dynamik ist damit einerseits als blinder Naturzwang real und andererseits als imaginäre gesellschaftliche Praxis scheinhaft, wobei sich dahinter zugleich die gesellschaftliche Statik in Form der erstarrten gesellschaftlichen Verhältnisse verbirgt. Da die Identität von Imaginärem und Realität aber nicht herzustellen ist, sondern immer wieder scheitert, wird letztlich Gewalt zum Mittel des Versuchs der Herstellung dieser unmöglichen Identität. Der Vortrag versucht der Frage nachzugehen, welche Stellung imaginäre Identität in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Konstellation einnimmt und in welchem Verhältnis diese gesehen werden müsste, um die katastrophalen, gewaltförmigen Folgen, die diese gegenwärtig mit sich bringt, zu vermindern.

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Der Begriff der Natur bei Marx und Adorno

Vortrag und Diskussion mit Martin Blumentritt

Mittwoch, 19. November 2014, 19:00 Uhr,
in den Räumen von Radio Corax, Unterberg 11, Halle

Bereits in der bekannten ersten Feuerbachthese bestimmte Marx das Verhältnis von Natur und Gesellschaft in kritischer Auseinandersetzung mit dem sinnlichen Materialismus Ludwig Feuerbachs. Diesem sei zu zugestehen, dass im Gegensatz zur Erkenntnistheorie des deutschen Idealismus dem Subjekt wirklich „sinnliche Objekte“ und nicht „Gedankenobjekte“ gegenüberstehen. Die subjektive Hinwendung folge aber nicht einfach der „Form des Objekts“ oder sei Prozess der „Anschauung“, sondern ist die Geschichte der „sinnlich[en] menschliche[n] Tätigkeit“ selbst. Marx stellt damit den Subjektivismus des Idealismus auf materialistische Füße. Er verneinte nicht einfach den idealistischen Konstruktivismus, sondern zeigte, wie der Mensch sich durchaus seine Wirklichkeit schafft, weniger aber durch sein Erkennen als vielmehr durch sein schöpferisches, umgestaltendes und notwendiges Tätig-Sein – jedoch unter der Bedingung, dass die objektive Welt zwar ›für ihn‹ ist, aber nicht letztlich aus seiner Anschauung oder Praxis hervorgeht. Die sich darin abzeichnende Dialektik, dass der Mensch stets eine „geschichtliche Natur und eine natürliche Geschichte vor sich habe“ (Marx/Engels; Deutsche Ideologie), ja mehr sogar, dass der Mensch als zugleich Natur- wie gesellschaftliches Wesen selbst Teil dieser Konstellation ist, stellt auch den materialistischen Kern der Kritischen Theorie dar. Natur wird darin mit der Kategorie der „Naturgeschichte“ und der „Negativen Ontologie“ (Adorno) in ihrem „gesellschaftlich-geschichtlichen Charakter“ begriffen. Das bedeutet, dass „[a]lle (…) Aussagen über Natur, seien sie spekulativer, erkenntnistheoretischer oder naturwissenschaftlicher Art, (…) die Gesamtheit der technologisch-ökonomischen Aneignungsweisen der Menschen, gesellschaftliche Praxis jeweils schon voraus[setzen]“ (Alfred Schmidt). Natur, auch des Menschen selbst, ist somit stets gesellschaftlich vermittelt, gewinnt aber zugleich durch ihre doppelte immanente Notwendigkeit als für den Menschen äußerlicher lebensnotwendiger Naturstoff sowie als ›innere Natur‹ des Menschen einen zur Gesellschaft antagonistischen Charakter.
Was das für die materialistische Gesellschaftskritik bedeutet, soll ausgehend vom Referat diskutiert werden.

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Gesellschaftliche Naturverhältnisse und materialistische Kritik

Vortragsreihe des AK Kritische Intervention im WS 2014/15

Seitdem (Wieder)Erstarken der Thematisierung des Klimawandels nach dem medialen Verschwinden des Ozonlochs Mitte der 1990er Jahre sind Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Energiesparen, CO2-Minimierung und vor allem „gesunde“ (Bio-)Nahrungsmittel wichtige, beinah alltägliche Paradigmen der Lebenswelt. Vor einigen Jahren noch undenkbar ist das Warenangebot an Bio-Produkten, vollwertigen Lebensmitteln, ökologisch verträglichen, früher nur in der Reformhaus-Szene erhältlichen Verbrauchsprodukten bis hin zum Stromanbieter, energieneutralem Hausbau sowie Umweltinvestment für den Kleinanleger unüberschaubar gewachsen. ›Umweltbewusstsein‹ scheint mehr denn je verbreitet zu sein. Kaum ein Unternehmen leistet sich kein Umweltmanagement, Umweltschutz ist auf regionaler bis globaler Ebene eines der wichtigsten Topoi in der Politik geworden und die Konsumwelt ist ohne die Labels ›Bio‹, ›ökologisch abbaubar‹, ›CO2-neutral‹ etc. nicht mehr vorstellbar. Utopien der Nachhaltigkeit, einer „gesünderen Lebensweise“ und Dystopien der Endlichkeit der Erde begegnen einen beinah täglich. Umweltbewusstsein, nachhaltiger Konsum und darauf bezogene Wachstums- und Konsumkritik beleben nicht nur Untote wie die globalisierungskritische ATTAC-Bewegung, sondern transformieren den seine Bedürfnisse befriedigenden Normalbürger in einen ›kritischen Konsumenten‹. Der Natur was Gutes tun, ob „mit jedem Waschgang“ oder der Balkon-Tomate! Im Mittelpunkt der konsumkritischen Wohlfühl- und Bewusstseinspraxis steht ein Verständnis von Natur, in dem sie als vermeintliches Prinzip des Reinen, Guten oder Authentischen, als Gegensatz zur Gesellschaft fetischisiert wird. Was hinter der gesamtgesellschaftlichen Pseudoaktivität, ob als ›kritischer Konsument‹, als von Wellblechhütte und Subsistenz träumende Wachstumskritikerin oder moralisch richtig gepolter, grün-konservativer Altbau-Bewohner, verschwindet, ist eine Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Naturverhältnis. Die Frage, was die Zerstörung der Natur und das zügige Voranschreiten zu tatsächlichen Grenzen des Planeten, mit dem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang, mit der kapitalistischen Produktionsweise und mit gesellschaftlicher Herrschaft zu tun haben könnte, stellt sich erst gar nicht. Die beschriebenen Sachverhalte stellen damit gewissermaßen den Ausgangspunkt dar, in den Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen vor dem Hintergrund einer materialistischen Gesellschaftskritik das Verhältnis von Natur und Gesellschaft näher zu beleuchten. Nachgegangen werden soll, was es überhaupt mit Natur (auch am Menschen) auf sich hat, wie das Verhältnis von Natur und Gesellschaft im Lichte der ›Dialektik der Aufklärung‹ zu begreifen ist und was dies für eine fundamentale Gesellschaftskritik jenseits der Verkürzungen von Konsumkritik und Postwachstumsbewegung bedeutet.

Die Vorträge:

Mi. 19.11.2014: Martin Blumentritt – Der Begriff der Natur bei Marx und Adorno

Di. 09.12.2014: Julian Kuppe – Ohnmacht und imaginäre Inszenierung. Zu einigen gegenwärtigen Erscheinungen des Verhältnisses von Natur, Individuum und Gesellschaft

Mi. 14.01.2014: Michael Schüßler – Zum Verhältnis von Natur und Geschichte im Individuum – Psychoanalyse als Kritische Theorie des Subjekts bei Alfred Lorenzer

Alle Vorträge beginnen jeweils 19.30 Uhr und finden in den Räumen von Radio Corax, Unterberg 11, Halle statt.

Die Reihe wird fortgesetzt.

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„Widerstand gegen sich selbst“ – Konsumkritik als subversive Praxis oder kapitalistische Selbstoptimierung?

Vortrag und Diskussion mit Ulrich Schuster und Lydia Jacobi (Roter Salon, Leipzig)

Di. 14. Oktober 2014 I 19.30 I Radio Corax, Unterberg 11, Halle

Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, vegetarische und vegane Kost, fair gehandelte Produkte, sauberer Strom, Tauschbörsen und Aufrufe zum Shoppingverzicht – der Trend geht zum kritischen Konsumbewusstsein. Längst hat Konsum- und Wachstumskritik die Nischen des politischen Aktionismus und der Subkultur verlassen. Die im September in Leipzig durchgeführte degrowth-Konferenz wurde nicht nur von etablierten Stiftungen und staatsnahen Bildungseinrichtungen unterstützt, es kamen auch Tausende, um dabei zu sein.
Doch worauf zielt eine Bewegung, deren Aufrufe zum Maßhalten und Verzicht die ohnehin gestressten Individuen zu mehr Selbstkontrolle anhalten? Was kommt heraus, wenn sich die Kritik nicht gegen Standortkonkurrenz und Mehrwertproduktion wendet, sondern glaubt das kapitalistische Wachstumsmonster durch „Widerstand gegen sich selbst“ und gelebte Utopien besänftigen zu können? Gegenüber der Aufmotzung der als Spektakel daherkommenden Konsumkritik zur Befreiungsperspektive ist Skepsis angebracht. Doch worauf läuft sie hinaus? Dem Unbehagen an den negativen Folgen der kapitalistischen Warenwelt für den Menschen und dem Wunsch, nachhaltig zu leben, lässt sich angesichts der Produktion von Giftmüll und minderwertigen Lebensmitteln und im Wissen um den Raubbau an Naturressourcen nicht jegliches kritisches Potential absprechen. Im Vortrag wird es deshalb darum gehen, den Gehalt der Konsumkritik zu beleuchten und ihre Übergänge in affirmative Denk- und Verhaltensweisen aufzuzeigen.

Eine Veranstaltung des AK Kritische Intervention des Alternativen Vorlesungsverzeichnis des Stura der Uni Halle.

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Kritik des GegenStandpunkts anhand seiner psychologischen Theorien

Vortrag und Diskussion mit Konrad

Mi. 22. Oktober 2014 I 19.30 I Radio Corax, Unterberg 11, Halle

In Halle, Leipzig und anderen Orten erfährt derzeit eine politische Gruppe Zulauf, die vierteljährlich eine Zeitschrift heraus gibt, Vorträge, Schulungen und Diskussionsrunden zu gefühlt allen Themen – ob Demokratie, Lohnarbeit, Dummheit, Psychoanalyse, Heidegger oder Kafka – veranstaltet und dabei die kapitalistische Gesellschaft und das bürgerliche Denken kritisiert: Der GegenStandpunkt.  Zu den besprochenen Themen zählt auch die ‚bürgerliche‘ Psychologie. Ein Kritikpunkt lautet, dass sie das Denken und Handeln der Menschen zirkulär mit dahinter liegenden Kräften oder Faktoren begründet. Der Grund für das, was Menschen tun und wollen, liege laut GegenStandpunkt aber einzig in den Gedanken, denen sie dabei anhängen, und den Zwecken, die sie sich in Bezug auf eine kapitalistische Realität setzen und nicht irgendwo dahinter im Verborgenen. Folglich widmen sie sich dem Inhalt von Gedanken und kritisieren ihn, wenn sie Fehler entdecken. Das wird von psychologischen Erklärungen wirklich ausgeblendet, wo sie Urteile und Intentionen – gleichgültig gegen den Inhalt – nur als Ausdruck von etwas anderem deuten. Trotzdem ist das, was Menschen denken, auch Ausdruck von vorbewussten und unbewussten Wünschen und Ängsten und bleibt immer auf Wünsche bezogen. Wille und Denken sind in ihrem Verhältnis zu Wünschen weder völlig frei, noch unfrei. Statt diesen Widerspruch zur Kenntnis zu nehmen wird auf der Freiheit beharrt und die andere Seite ausgeblendet. Das hat zur Folge, dass die Theorie nicht mehr fassen kann, dass Wünsche und auch Gesellschaft jenseits der bewussten Verarbeitung in die Form und den Inhalt von Denken und Willen hineinwirken. Der GSP nimmt dadurch die Rationalität der kapitalistischen Gesellschaft als natürlich hin und reproduziert sie dadurch in seiner Theorie. Das ist ein Widerspruch zur Intention des GegenStandpunkts: die Gesellschaft so zu organisieren, dass es um Bedürfnisbefriedigung geht.

Eine Veranstaltung des AK Kritische Intervention des Alternativen Vorlesungsverzeichnis des Stura der Uni Halle.

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Tod und Gesellschaft – Die Vortragsreihe aus dem Sommersemester 2014

„Jeder stirbt für sich allein.“ Von der Notwendigkeit und Unmöglichkeit über den Tod zu sprechen.

Audioaufnahmen der Reihe befinden sich hier

2. Mai * Malina Schwarz/Morten Lund
Nachruf. Über den Tod im Bestehenden
 
6. Mai * Oliver Decker
Ware: Körper. Zur Sozialpsychologie von Markt und Medizin
 
13. Mai * Guido Sprügel
Die Einsamkeit der letzten Dinge. Eine gesellschaftskritische Betrachtung der Sterbehilfe 
 
4. Juni * Kirsten Achtelik
 Auslese, Perfektionierung und die Last der Entscheidung

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Kunst, Religion, Kritik – Dokumentation, Aufnahmen und Weiterführendes zu den Vortragsreihen aus dem Jahr 2013

Jammertal und Heiligenschein. Perspektiven der Religionskritik

5. Juni * Lars Quadfasel (Hamburg)
Der Heiligen Schein des Kapitals. Zur Kritik von Religion und Religionskritik
 
24. Juni * Jens Köhrsen (Uni Bielefeld)
Religiöse Präferenzen, Identifikation und Abgrenzung am Beispiel der Pfingsbewegung in Argentinien
 
17. Juli * Felix Riedel (Uni Marburg)
Hexenjagden heute – Ideologie und Verfolgungspraxis
 
15.November * Claudia Barth (München)
Moderne Seelenrettung. Esoterik als Religion des bürgerlichen Zeitalters
 
26.November * Samuel Salzborn (Uni Göttingen)
Christlicher Judenhass. Monotheismus, Christentum und die Genese des Antisemitismus
 
10.Dezember * Robert Schnepf (Uni Halle)
Religionskritik bei Hegel, Feuerbach und Marx
 

Kunst und Gesellschaftskritik in Zeiten der Kulturindustrie.

Grundlagentext. Eine theoretische Annäherung. (*.pdf)

Audioaufzeichnungen der gesamten Reihe [audioarchiv]

 
24. Januar * Christoph Hesse: Dynamit der Zehntelsekunden.
Die Kontroverse über den Film zwischen Walter Benjamin und Theodor W. Adorno (Ein Text zum Nachlesen)
 
30.Januar * Marc Grimm:  Ästhetik und Kulturindustrie nach Adorno
(Ein Text zum Nachlesen)
 
13. Februar * Baumeister & Negator: Kunst, Avantgarde, Klassenkampf. 
Benjamin, Adorno und die Situationistische Internationale
(Ein Text zum Nachlesen)
 
26. Februar * Lukas Holfeld
Hölderlin und die Versteinerung der Revolutionäre
 
17. April * Detlev Claussen
Thesen zur Aktualisierung der Kritik von Kulturindustrie und Halbbildung
 
07. Mai * Michael Gutjahr
Dem Sinnlichen eine Sprache. Performance, Tanztheater und die Dialektik des Leibes
 
12. Juni * Roger Behrens
Ästhetik des Widerstands – Politisierung der Kunst
Anmerkungen zu Faschismus, Avantgarde und Befreiung in der verwalteten Welt
 
tba * Kerstin Stakemeier
Realismus, Antifaschismus, Expressionismus. Die Expressionismus-Debatte in den 1930ern
 
15. Oktober * Rüdiger Dannemann
Die späte Ästhetik Georg Lukács‘ und ihre „Vorgeschichte“

flyer-front

Kapitalistische Krisenzeiten. **Audioversionen zum Nachhören beim Audioarchiv**

23.11. * „Kapital, Krise, Sparpolitik“ mit Ernst Lohoff  (krisis)
 Audio
Weiterlesen:
*Karl Marx: „Einleitung“ [zur Kritik der Politischen Ökonomie]
*Ernst Lohoff: Mülldeponie des Kapitals. Über die inneren Widersprüche des Euro und den Irrwitz der europäischen Sparpolitik
*Ernst Lohoff: Löschfahrzeug als Brandherd. Mit der Krise der Finanzindustrie fing es 2008 an. Der Staat trat als Retter auf, nun befindet er sich selbst im Zentrum der Krise
 
04.12. * „Postwachstumsideologie und Zinskritik“ mit Daniel Späth (Theoriezeitschrift EXIT)
Audio
Weiterlesen:
*Daniel Späth: Über die Widersprüchlichkeit des bürgerlichen Denkens unter den Bedingungen der Krise
*Daniel Späth: Theoretischer Hintergrund. Differenzen & Gemeinsamkeiten in der Entwicklung der Kritischen Theorie zur Wert-Abspaltungskritik
 
13.12. * „Über die sozialen und politischen Auswirkungen der Eurokrise“ mit Anton Landgraf
Audio
Weiterlesen:
*Anton Landgraf: Der deutsche Sonderweg in der „Eurokrise“
*Anton Landgraf: Zur Rezession in den „Schuldenstaaten“
*Anton Landgraf: Die Deutungshoheit über die Krise verschiebt sich nach rechts
*Anton Landgraf: Das sozialdemokratische Projekt Hartz IV und Europa
 
 
17.Januar * Über ‘antimuslimischen’ Rassismus, Islamismus und ihre Kritik
 Audio
Literaturliste zur Einführung
*Al-Azmeh, Aziz: Die Islamisierung des Islams. Frankfurt/M. 1996.
*Maalouf, Amin: Mörderische Identitäten. Frankfurt/M. 2000.
*Hendrich, Geert: Islam und Aufklärung. Der Modernediskurs in der arabischen Philosophie, Darmstadt 2004.
*Claussen, Detlev: Was heisst Rassismus? Darmstadt 1994. [mit von ihm kommentierten Texten von einflussreichen Rassisten sowie andererseits bedeutenden Rassismustheoretikern wie Memmi, Fanon etc.]
*Horkheimer, Max/Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung. Frankfurt/M. 1996.
*Claussen, Detlev: Angst vor dem Anderen. Über den Zusammenhang und Unterschied von Antisemitismus und Fremdenhaß. [Eine kurze Version zu seinem Theorem der „Alltagsreligion“.]
Onlineversion.
*Dornis, Martin: Was ist Rassismus? Eine Ideologiekritik.
Onlineversion Teil Eins. Teil Zwei.
 
Das Alternative Vorlesungsverzeichnis der Uni Halle auf facebook [klick].
Die Reihe „Kunst – Spektakel – Revolution“ in Weimar [klick]
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Zur Vortragsreihe „Was tun? Zum Verhältnis von Theorie und Praxis“

Grundlagentext des AK Kritische Intervention zur Reihe „Was tun? Zum Verhältnis von Theorie und Praxis“ (*.pdf)
Birte Hewera (Berlin):
Engagement und Desengagement. Jean-Paul Sartre – Michel Foucault – Jean Améry
[Ankündigungstext und Audiofiles unten und hier]
 
Lars Quadfasel (Hamburg):
Die Abgründe der Autonomie. Zur Kritik von Freiheit und Subjektivität
[Ankündigungstext und Audiofiles unten und hier]
 
Roger Behrens (Hamburg):
Posturbanismus als Lebensweise. Stadt, Raum, Praxis
[Ankündigungstext und Audiofiles unten]
 
Axel Berger (Berlin):
Marxistisches Terrain? Die Linke nach der kapitalistischen „Lösung“ der Agrarfrage
[Ankündigungstext und Audiofiles unten und hier]
 
Hannes Bode (Halle):
Negation und Utopie. Überlegungen zur Realgeschichte der Aufklärung und der Ideologie der Menschenrechte
[Ankündigungstext und Audiofiles unten und hier]
 
Stefan Müller & Janne Mende (Frankfurt/M.):
Das Verhältnis von Theorie und Praxis. Oder: Zum Versprechen von Bildung und Emanzipation

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